Fototipps - Urlaubstipps 2

Hinweise zum Kauf einer Digitalkamera

Der Siegeszug der digitalen Fototechnik ist nicht mehr zu stoppen. Ich gebe zu - ich habe recht lange an der Qualität gezweifelt. Besser gesagt, es war für mich nicht vorstellbar, dass es elektronisch möglich ist, die Miniaturisierung soweit voranzutreiben, dass die Bildpunkte so klein sind wie die photochemischen Kristalle. Aber für mich war im Jahren 2001 der Zeitpunkt gekommen, auch mit der digitalen Fotografie zu beginnen. Maßstab für mich war, dass die digitalen Bilder denen von Kleinbildfilmen nicht nachstanden.

Beim Kauf einer digitalen Kamera sollte man auf folgende Punkte achten. Nicht jedes vermeintliche Schnäppchen ist das Geld wert. Wer ernsthaft digital fotografieren will, sollte sich nicht von einem zu günstigen Angebot hinreißen lassen. Wichtig ist nach wie vor das Objektiv der Kamera. Es sollte immer eine gutes Zoom-Objektiv sein mit einer großen Brennweitenskala. Erfahrungsgemäß verwendet man den Weitwinkelbereich öfter als einen großen Telebereich.
Eine Digitalkamera sollte Bilder mit mindestens 3 Millionen Pixeln machen können und zwar "echte" Pixel, nicht schön gerechnete oder interpolierte Pixel. Sie erkennen es daran, dass Sie bei starken Vergrösserungen die Einzelpixel in Form kleiner Quadrate erkennen. Handelt es sich um interpolierte Bilder, sehen Sie im gleichen Fall nur einen Farbbrei. Auf ein digitales Zoom kann man verzichten. Die Ausschnittsvergrößerung, wenn nötig, regelt man später am PC. Billige Kameras haben oft eine große Auslöseverzögerung und eine hohe Speicherzeit. Man glaubt gar nicht, wie lang eine halbe oder ganze Sekunde sein kann, wenn man darauf wartet. Der Auslöser und Verschluß sollten also sehr flink nacheinander arbeiten, sonst ist die Nutzung stark eingeschränkt. Wer große Hände hat, sollte nicht unbedingt mit einer Kamera im Scheckkartenformat arbeiten. Alle Bedienungselemente sollten gute erreichbar sein. Wichtig ist ein guter Monitor. Er sollte lichtstark sein und das Bild in einer natürlichen Farbe wiedergeben.

Besonders wichtig ist das Speichermedium. Die Hersteller bieten kompakte Kameras an, die einen internen Speicher von 8 oder 16 MegaBytes haben. Damit kommt man nicht weit. Die Kamerahersteller haben sich jeweils auf eine Sorte der Speicherkarten festgelegt, die in die jeweilige Kamera passen. Ausnahmen gibt es auch. Bei der Spitzenkamera von Sony gibt es 2 verschiedene Speichermedien, den von Sony (Memory-Stick) und den Compactflash. Letztere ist die am meisten verwendete Speicherkarte, die es bereits mit einer Kapazität bis 4 GB und größer gibt. Gebräuchlich sind eher 64, 128 oder 256 MB. Die mögliche Speicherkapazität ermittelt sich immer durch die Verdopplung der vorhergehenden Speicherkarte - 16 MB, 32 MB, 64 MB, usw.

Das war einmal. Wir schreiben das Jahr 2011 und es hat sich viel geändert. Eine Speicherkarte im "MB"-Bereich gibt es nicht mehr. Selbst 1 GB ist kaum noch im Angebot. Dazu ist der Preis so weit gesunken, dass es eine 2-4 GB Karte für rund 10.00 Euro gibt. Also ist der Preis nicht mehr das Problem. Man kann sich also einige Speicherkarten zulegen, ohne sich finanziell zu überlasten.

Kompakte Digitalkameras gibt es heute in der Leistung von 8-12 MB Bildgröße. Je höher die Pixelzahl, um so höher der Preis, aber auch um so besser die Ausstattung und die Qualität. Dabei muß man aber nicht zwangsweise immer mit maximaler Pixel-Leistung fotografieren. Für den normalen Bedarf reichen 3-5 Megapixel aus. Der Trend geht aber dahin, auch einfachen Kameras eine immer höhere Pixelzahl zu geben.

Den oft etwas höheren Beschaffungskosten digitaler Kameras stehen niedrige Betriebskosten gegenüber. Man braucht keinen Film mehr, man sieht sofort das Ergebnis, man kann Ausschuß gleich löschen. Man fotografiert auf einmal viel mehr und viel intensiver - Kost´ ja nix . Experimente macht man so lange, bis man mit dem Ergebnis zufrieden ist. Man kann hunderte Fotos immer und immer wieder machen, ohne auch nur einen Cent zu bezahlen. Es fallen nur die bescheidenen Ladekosten für den Akku an. Ein riesen Vorteil ist, dass man bei der Arbeit die Empfindlichkeit der Aufnahme um mehrere Stufen verändern kann. Bei der analogen Kamera muß man immer erst warten, bis ein Film voll ist oder man brauchte eine andere Kamera. . Alles bisher gesagte trifft auf die digitale Compact-Kamera zu. Wer mehr will und kann, kauft sich eine digitale Spiegelreflexkamera. Wer bereits analoge SLR besitzt, kann ein Kameragehäuse der vorhandene Kameramarke kaufen. Der Vorteil ist, dass alle Zusatzobjektive weiter verwendet werden können.

Zu den Besonderheiten digitaler Fotografie später mehr.


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