Fototipps - Urlaubstipps 4

Vom Chip zum Bild

Wenn der Urlaub vorbei ist, will man die aufgenommen Fotos auch betrachten und vor allem zeigen können.
Hat man herkömmlich mit Film fotografiert, geht alles den gewohnten Weg. Film abgeben und am übernächsten Tag die Fotos abholen und dann sehen, was geworden ist.
Digital läuft alles etwas anders. Zuerst ist es möglich, alle Bilder auf dem Fernseh- oder Computerbildschirm anzusehen. Bei der Größe der Bilder läßt sich die Qualität der Fotos sehr gut beurteilen und eine Auswahl vornehmen. Die Bilder können auf die Festplatte des PC überspielt werden und stehen jetzt für eine weitere Nutzung zur Verfügung. Es sind Bildbeschriftung, Bildbearbeitung, Korrekturen jeder Art und der Bildausdruck möglich.
Der entscheidende Vorteil ist, dass man nur die Bilder vergrößert oder druckt, die man haben möchte. Alles andere bleibt als Datei gespeichert, ohne dass die Bilderkiste überläuft. Allerdings sind mit Tinte gedruckte Bilder keine richtigen Fotos im üblichen Sinne. Auch diese Einschätzung war einmal. Mit Tinte gedruckte Bilder haben mit dem richtigen Drucker, der richtigen Druckeinstellung und dem richtigen Papier die gleiche Qualität wie Bilder aus dem Großlabor. Die Schnelligkeit kostet allerdings Geld.  Kostengünstiger ist es, das Angebot der Großlabore oder regionaler Anbieter zu nutzen und die gewünschten Bilder dort zu bestellen oder sofort auszudrucken. Es genügt dazu, ihren Kamerachip, eine Diskette oder CD-ROM in das Fachgeschäft zu bringen und in dem dort vorhandenen Bestellterminal einzugeben. Die Fotos werden anschließend im üblichen fotochemischen Entwicklungsverfahren hergestellt und können nach etwa 3 Tagen abgeholt werden oder als Thermodruck sofort mitgenommen werden. Meist liefert der Thermodrucker aber nur 1-2 Bildgrößen..
Möglich ist auch die Bestellung per Internet, was aber eine schnelle Datenverbindung erfordert (DSL), sonst dauert die Übertragung zu lange. 
Das preisgünstigste und qualitativ beste Angebot erhalten Sie aber vom Fachhändler vor Ort. Fotos von digitalen Bildern sind nur unwesentlich teurer als Abzüge vom Negativfilm. Wenn es mal ganz schnell gehen soll, hilft Ihnen bestimmt auch einmal das Fotostudio vor Ort. Der Service ist zwar wesentlich teurer, aber ein großes Bild in Fotoqualität in wenigen Minuten erhalten Sie sonst nirgends. Die Fotodrucker, die hier verwendet werden, sind bis 18 x 24 Thermodrucker oder Tintenstrahldrucker mit Fototinten ( bei mir bis A3+ ). Die Bilder unterscheiden sich nicht von den Fotos aus dem Großlabor, sind lichtecht und dauerhaft haltbar und vor allem schnell fertig.

Die Schnelligkeit ist der entscheidende Vorteil der digitalen Bilder. Kein anderes Verfahren bietet diese Möglichkeiten. Davon profitiert vor allem die Presse. Ein Foto kann in wenigen Minuten um die ganze Welt gehen. Hinzu kommt, dass Sie eine schier unerschöpfliche Möglichkeit der Nachbearbeitung der Bilder haben. Dazu genügt schon ein einfaches und preiswertes Bildbearbeitungsprogramm. Es muß nicht Photoshop für 1000 Euro sein. Farb-, Kontrast- und Helligkeitskorrekturen, Ausbesserungen, Beschriftung, Ausschnitte, Vergrößerungen kann jedes Programm, auch ein älteres kostenloses. Manchmal erhält man zu seinem Scanner oder der Digitalkamera ein gutes Bildbearbeitungsprogramm kostenlos dazu.

Auch die Archivierung der Daten ist sehr platzsparend. Alle Bilddateien kann man auf eine CD-ROM oder DVD brennen. Je nach Dateigröße der einzelnen Bilden passen mehrere hundert Bilder auf eine CD-ROM. Dabei können Sie entscheiden, ob Sie die CD erst brennen, wenn Sie ausreichend Bilder für eine komplette CD haben oder ob Sie die CD Stück für Stück brennen, bis sie voll ist (Multisession-Verfahren). Wenn die Bilder auf der CD sind, können Sie die Festplatte von älteren Bilddateien entlasten und Platz für neue Bilder schaffen. Dass Negative 100 Jahre und länger halten, ist hinlänglich nachgewiesen. Wie lange eine CD-ROM hält, weis noch keiner. Das ist nun wieder der Haken an digitalen Bildern. Selbst das durchaus zu empfehlende Brennen von Sicherheitskopien dieser CD schützt nicht davor, dass in einigen Jahren vielleicht die CD als Medium antiquiert und nur noch in "historischen" Geräten lesbar ist. Es sind eben latente Bilder, ohne technische Hilfsmittel unsichtbar - im Gegensatz zum Negativ- oder Diafilm. Eine Empfehlung sei hier erlaubt. Der Computer- und Fotofachhandel bietet Alu-Koffer in verscheidenen Größen an, die in der kleinen Form nicht größer sind, wie ein Kosmetikkoffer. DieKoffer sind mit Registerkarten bestückt, auf die jeweils 2 CD´s eingesteckt werden können. Der kleinste Koffer fasst 120 CD´s. Weitere Größen gibt es für 200,400 usw. Stück. Es gibt auch eine Tischbox für 80 CD´s. Das ist für mich eine sehr praktische, platzsparende Lagerung. Zur Sicherheit kann man alle Bilder auch noch auf eine externe Festplatte übertragen. Sicher ist sicher ! Man hat dadurch eine optische und eine magnetische Speicherung. Neu im Angebot sind vergoldete CD-ROM und DVD von Kodak. Die Daten sollen mehrere 100 Jahre halten. Das bleibt abzuwarten. 300 Jahre sind versprochen, so der Aufdruck auf der CD !!

Für größere Datenmengen lohnt sich die Beschaffung einer externen Festplatte. Sie kann an jeden PC angeschlossen werden. Vorteilhaft ist die Verwendung einer 2,5 Zoll Festplatte. Sie wird über den USB-Stecker mit Strom versorgt. Es gibt sie zuzeit in den Größen von 250 - 500 GByte. Damit kommt man lange hin. Wer seine bilder sicher und langfristig speichern will, sollte wenigstens 2 verschiedene Speichermedien nutzen,denn alle Bilder sind nur "latent", also nur mit Hilfe eines PC sichtbar zu machen, wenn die Datei volständig ist. Man kann 2 verschiedene Festplatten nutzen oder eine Festplatte und eine CD-ROM/DVD-ROM.

  6 Mio.Pixel- CCD, APS-, Kleinbild-, Rollfilm im Vergleich

 


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