Fototipps - Bildbearbeitung

Ein Wort vorab. Wer eine Digitalkamera hat, nur um sie zu haben oder weil es gerade Mode ist und nicht bereit ist, am Computer weiterzumachen, der sollte bei der bewährten Fotografie über Film bleiben. Man kann die digitale Technik nur ausschöpfen, wenn man gleichzeitig die Bilder auf einen PC bringt, diese dort weiter betrachtet, bearbeitet, archiviert u.s.w. Nur eine gute Digitalkamera allein zu haben, vielleicht auch noch ohne zusätzlichen Speicher, ist rausgeschmissenes Geld.

Für die Arbeit am PC gibt es grundsätzlich 3 wichtige Programmarten, die sich nicht gegenseitig ersetzen, sondern ergänzen.
Zum ersten braucht man ein Bildbetrachtungsprogramm. Es ermöglicht das Betrachten der Bilder direkt vom Kameraspeicher oder von der Festplatte aus, ermöglicht kleine Bearbeitungen, das Zuschneiden und das Ausdrucken der Bilder. Man kann die Bilddatei gut durchblättern, Bilder in andere Dateien übertragen oder als Dia-Show ablaufen lassen. Man kann eine Vorschau mit Miniaturbildern im Ansichtsmodus zur Vorauswahl zeigen oder jedes Bild im Bildschirmformat ansehen.

Für die richtige Bildbearbeitung braucht man zweitens ein Bildbearbeitungsprogramm. Es gibt einige bekannte, die sich auf dem Markt durchgesetzt haben in der Preislage zwischen kostenlos bis ca 1000 Euro. Die kostenlosen Programme sind zumeist entweder ältere Versionen, eingeschränkt nutzbare Programme oder Demo-Versionen, die in der Regel für 4 Wochen nutzbar sind. Viele gute Programme erhält man aber schon bis zur Preislage von 100 Euro. In regelmäßigen Abständen gibt es dann Ergänzungen, also entweder eine verbesserte Vollversion zum vollen Preis oder für etwa 70% das Neupreises eine Programmaktualisierung der Vorgängerversion (Update). Es ist zwar auch eine Vollversion des Programms, es soll aber nur installierbar sein, wenn die Vorgängerversion bereits vorhanden ist.

Zum dritten benötigt man zu allem noch die Software, die zur jeweiligen Kamera gehört. Damit ist man komplett ausgestattet und kann loslegen.
Ist der Speicher der Kamera voll, schließt man entweder die Kamera an den PC an oder setzt den Speicher in den PC ein. Die neuesten PCs verfügen seit über einem Jahr ( 2005) über Einschubmöglichkeiten für die gebräuchlichsten Speicherkarten, ältere PCs brauchen einen Adapter oder ein separates Kartenlesegerät. Zum Glück sind keine weiteren Speicherkartentypen hinzugekommen. Am besten lassen sich die CF- und die SD- Karte durch ihre Größe handhaben. Was kleiner ist, ist für große Hände nur Fummelei. Leiglich für Handys sind kleinere Speicherkarten entwickelt worden. Um sie überhaupt nutzen zu können, wird ein Adapter, meist als SD-Karte gleich mitgeliefert.
Die Daten - einzelne Bilddateien - werden auf den PC übertragen und in der Regel in einem Bildordner abgelegt. Man kann die Bilder auch ansehen, ohne die Daten auf den PC zu überspielen. Der PC muß vorher nur den Speicher als zusätzliche "Festplatte" erkannt haben. Sie können mit Ihren Bilder den Hintergrund des Bildschirms gestalten, die Bilder als Dia-Show im Bildschirmschoner laufen lassen - das nur als einfachste Anwendungen. Interessantere Formen sind die, die man früher mit der Schere gemacht hat. Weil es einleuchtend ist, nennt man es heute noch "Zuschneiden". Es gibt nur keinen sichtbaren Abfall. Wenn man ein Bild verändert hat, fragt der Computer beim Abspeichern immer, ob er das vorherige Bild ersetzten soll. Wenn Sie das bestätigen, ist Ihr ursprüngliches Bild überschrieben und nicht mehr vorhanden. Es ist daher ratsam, einem bearbeiteten Bild entweder eine andere Bildnummer zu geben oder es in einem anderen Ordner, zum Beispiel "Bearbeitete Bilder" abzuspeichern. Dabei kann man dem Bild an Stelle der Nummer auch einen richtigen Namen geben. Das Ursprungsbild bleibt dabei erhalten. Weiter wichtige Bearbeitungen sind die Verbesserung der Farbe, Verändern in Schwarz-Weiß oder jeden anderen Farbton, Beseitigung von Schatten, roten Augen, einen Rahmen um das Bild legen, Bilder beschriften, entzerren, umbauen, u.v.m. Ebenso ist es eine wichtige Funktion, die Bilder für das Versenden im Internet zu verkleinern. Sie lassen sich so schneller verschicken und der Empfänger kann die Bilder bestenfalls ansehen. Mehr kann man damit nicht anfangen.


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