Fototipps - Bildarchivierung

Wer fotografiert, hatte schon immer das Problem, Negative, Dias oder Bilder aufzubewahren. Schließlich ist jedes Foto nach der Belichtung schon ein Stück Geschichte und es liegt an jedem selbst, wie er damit umgeht. Filme kommen heute zerschnitten in der Filmtasche zurück, in der man dem Film abgegeben hat. Wenn man die Bilder wenig nutzt, läßt man ihn am besten in dieser Tasche, beschriftet sie und archiviert sie nach Jahren sortiert. Dazu eignen sich dann Kartons, die es gelegentlich als Sonderangebot im Handel gibt. Leider vergessen nur die Großlabore, dem Kunden einen Platz zur Beschriftung auf den überaus bunten Tüten einzuräumen.
Wer es gewissenhafter machen will, dem sind die Filmarchivblätter für 6x6 Filme zu empfehlen ( z.B. Hama 2257). Die A4-Blätter sind durchsichtig aus Pergamin-Papier, lassen sich mit einem Faserschreiber oder CD-Stift beschreiben und was für mich entscheidend ist, der Filmstreifen paßt noch in den Einschub, wenn der Papierstreifen von der Nachbestellung am Negativ klebt. Alles paßt in A4-Ordner oder Hefter, so dass man Negative oder Dias sehr schnell findet. Zusätzlich zum Negativ ist es möglich, bei der Erstentwicklung die Negative im Großlabor digitalisieren zu lassen. Man wartet etwas länger, erhält aber alle Fotos zusätzlich für einen kleinen Aufpreis digitalisiert als Datei auf einer CD-ROM ( leider nur mit rund 1,5 Mio Pixeln je Bild ).

Ungleich verschiedener kann man in der digitalen Fotografie seine Bilder archivieren. Die Programm-CD der Kamera beinhaltet ein Programm zum Übertragen der Bilder. Es gibt noch andere, auch die Bildbearbeitung oder Bildbetrachtung bietet so ein Übertragungsprogramm an, man sollte sich aber für eine Variante entscheiden, schon wegen der laufenden Nummerierung der Bilddateien. Wichtig ist, dass man die Daten noch einmal auf einem anderen Medium sichert, bevor man den Speicher löscht. Dazu eignen sich zum Beispiel eine unterteilte Festplatte, eine externe Festplatte, oder das Brennen auf eine CD-ROM oder DVD. Diese Sicherung nehme ich immer erst dann vor, wenn eine CD-ROM voll wird. Im Multisession-Verfahren kann man aber auch die CD-ROM Datei für Datei brennen. So lange die Festplatte reicht, kann man die Bilddateien weiter auf der Festplatte ablegen. Es lohnt daher eine recht große Festplatte, Laptop etwa 60 GB, der normale PC ab 80 GB.Von Jahr zu Jahr nimmt die Festplattengröße zu. Hatte mein neuer PC im Sommer 2006 eine 250 GB Festplatte als Standart, ebenso eine gleichgroße externe Festplatte, sind es 6 Monate später schon 400 GB. Ein für den üblichen Gebrauch ausreichendes Bildformat ist das JPG-Format. Die Datenmenge eines Bildes wird hier etwas "eingedampft", um Speicherplatz zu sparen. Fast alle digiatalen Kameras bieten dieses Dateiformat an. Der Rechner interpoliert die eingeschrumpften Pixel wieder zu einem Gesamtbild. Das JPG-Format mit seiner Komprimierung von Bildern stellt einen Kompromiss zwischen Bilddatenmenge und Bildqualität dar, da bei dem Verfahren auch gewisse Bildverluste auftreten können, die man aber bei einem Gebrauch bis zur Bildgröße A3 vernachlässigen kann. Ein Beispiel soll das verdeutlichen. Fotografiere ich mit 3 Mill. Pixeln ohne Komprimierung, dann bekomme ich auf einen Speicher von 256 MB nur 25 Bilder, allerdings in höchster Qualität. Bei jpg 4-fach Komprimierung sind es schon 134, bei normaler 8-fach Komprimierung 260 Bilder, ehe der Speicher voll ist.( Faustregel : 1 MB = 1 Bild ).Die Speichermenge kann man durch andere Einstellungen noch weiter verändern.

In jedem Fall lohnt es, einen "Best of" Ordner der eigenen Bilder anzulegen. Alles an Fotografiertem, was man besonders gut findet oder was man für einen schnellen Zugriff bereithalten will, kopiert und sortiert man in diesen Ordner (Befehl: Speichern unter...). Dieser sollte aber nicht größer werden, als Platz auf einer CD-ROM ist, also maximal 700 MB. Die Bilder in diesem Ordner kann man dann zum Beispiel als Dia-Show im "Bildschirmschoner" ablaufen lassen. Wichtig ist, dass man eine Liste (Word-Datei) zu den Bilddateien anlegt. Das Datum zu jedem Bild erleichtert die Archivierung . Ich bevorzuge die CD-ROM, nicht die DVD. 400-800 Bilder, je nach Dateigröße reichen völlig aus. Überlegenswert ist der Einsatz der DVD nur beim Einsatz hochauflösender Bilder, zum Beispiel bei 10 Mio Pixeln je Bild. Die unten abgebildeten Koffer sind eine praktische Lagerung. Die CD´s/DVD´s kommen von der Spindel, die Alu-Koffer mit Registerkarten gibt es un der Bestückung 120,200,400... CD´s. Die Kunststoffbox faßt 100 CD´s auf 50 Registerkarten.

Seit Dezember 2006 liefert Kodak die "Goldene" CD und DVD, die Preservations-Disc. Versprochen wird eine Haltbarkeit von 300 Jahren. Allein 100 Jahre würden mit schon genügen. Wer hat´s getestet ??

Die Pergaminblätter von Hama zur Archivierung von Negativen Platzsparende Lagerung von CD´s und DVD´s

 


Zurück zur Auswahl - Nächster Tipp


 
  Startseite Kontakt  Impressum AGB