Neuigkeiten 2007
1. Halbjahr

Mit einer Revolution ist in diesem  Jahr bis zum Sommer nicht zu rechnen. Der Trend geht eher dahin, die vorhandene Technik weiter zu verbessern. Es gibt keine Anzeichen, dass neue Bildsensoren, eventuell im vollen Kleinbildformat in absehbarer Zeit bezahlbar in den neuen Kameras eingebaut sein werden. Bei den Objektiven ist das Ziel , einerseits die Bildqualität zu verbessern, die Bildverzeichnung im Randbereich zu reduzieren,den Brennweitenspielraum und die Lichtstärke zu erhöhen. Deutlich ist bei den Neuentwicklungen zu sehen, dass immer mehr Objektive mit Bildstabilisator ausgestattet werden. Das rettet zwar keine unscharfen oder verwackelten Bilder, wer aber sonst eine ruhige Hand hat, kann durchschnittlich 3-4 Blend- oder Belichtungszeitstufen länger "Frei Hand" fotografieren. Der kleine Bildsensor erleichtert  den Objektivherstellern die Konstruktion, weil die üblichen kritischen Randbereiche des Bildes nicht gebraucht wurden. Bei den Speicherkarten haben sich die bestehenden Systeme gefestigt. Nur im Handy gibt es Winzlinge, die man nur mit einer Adapterkarte am PC verwenden kann.  Bezeichnend ist, dass es kaum noch Speicherkarten unter 512 MB im Handel gibt. Dafür passen mittlerweile bis zu 8 GB, vereinzelt bis 16 GB auf so manche Speicherkarte. Das Problem ist nur, dass diese Datenmenge nicht auf einmal auf eine CD-ROM oder DVD passen und sich solche Speicher nur lohnen, wenn man mit RAW-Dateien, also ohne Komprimierung arbeiten will. Nach meiner Auffassung ist das nur im Ausnahmefall nötig.
Der Herstellermarkt hat sich einigermaßen bereinigt. Durch die digitale Fotografie konzentrieren sich nur noch wenige Firmen auf die Kameraproduktion, haben gleichzeitig den  Bau analoger Kameras eingestellt oder stark eingeschränkt ( Canon, Nikon, OLympus). Andere Firmen, die  vorher als Spezialisten für Kompaktkameras oder Objektive am Markt waren ( Sigma, Samsung), bauen jetzt auch Digitalkameras im gehobenen Niveau. Sony hat die Erfahrungen früherer Kamerahersteller (Minolta) mit den eigenen Erfahrungen verschmolzen und neue Spiegelreflex (SLR) entwickelt. Fuji hingegen stattet ein bekanntes und vorhandenes Nikon-Gehäuse mit eigener Digitaltechnik aus. Hauptprodukte sind die Profi-Kameras, die Semi-Profitechnik - nicht viel schlechter zum halben Preis und der  Amateurbereich bei SLR. Die sogenannte Bridge-Kamera ist ein gelungenes Zwischending zw. Spiegelreflex und Kompaktkamera. Fehlen nur noch die vielen Kompakt-Kameras, die in der Qualität  den ganzen Spielraum von Top bis Flopp abdeckt.. Das zu den Kameras im bekannten Kleinbildformat.  Es soll aber keiner erschrecken - auch die Japaner lassen in China oder Taiwan ihre Kameras bauen, aber das kennen wir ja schon. Zum Glück ist der Service in Deutschland.
Im Mittelformat gibt es für die Kameras verschiedene digitale Rückteil , die im Austausch mit den analogen Rückteilen verwendet werden. Auch die Sendsorgröße ist kleiner, als die Filmfläche. Statt 6x6 cm geht es bis zur Größe 4x4 cm. Die Auflösung liegt mittlerweile zwischen 16 und 39 MB. Faustregel: 1 MB im Mittelformat kostet rund 500 Euro.
Ich bin nach wie vor überzeugter "Thermo-Foto-Drucker"-Nutzer, also  Drucken ohne Tinte. Das mache ich auch nach wie vor im Bildformat von 2x3 cm bis 19x26 cm. Die Industrie hat sich aber auf das Problem gestürzt, Fototinten haltbarer gegen Lichteinfall zu machen. Das Problem ist doch, dass Bilder, die mit einfachen Tinten gedruckt sind, bei Lichteinfall bei Zeiten die Farben gelb-grün verlieren. Zurück bleibt das unansehnliche blau-rot. Tinten für spezielle Fotodrucker sollen diesen Mangel nicht haben. Versprochen werden rund 80 Jahre bei Lagerung im Album. Ich teste es gerade am A3+-Drucker Epson 1400. 4 Monate im Schaufenster zeigten keine negative Veränderung.  Kennzeichnend für gute Fotodrucker ist, dass sie 6-8 Farbpatronen haben, also nicht nur mit den 3 Grundfarben und Schwarz arbeiten. Vorteil eines Tintendruckers ist der Druck in den DIN-Formaten, die von der alten "Zoll" -Größe abgeleitet sind. Bilder aus dem Thermodrucker bleichen in 6 Monaten Sonnenbestrahlung auch etwas aus. Das betrifft aber alle Farben gleichmäßig. Fototinten habe neue Rezepturen, einige Sorten sogar Farbpigmente. Aus der Praxis heraus ergibt sich , dass das die Zwischenfarben "rosa" und "hellblau" fast einen doppelt so hohen Verbrauch haben wie die Grundfarben. Leider sind die Tintenpreise sehr hoch. Bei Fototinten kostet  1 Gramm etwa 1 Euro. In den Farbpatronen von Epson sind je nach Sorte mal 10 und mal 14 Gramm Tinte enthalten.
Die Großlabore liefern fotochemisch nur noch Bilder im Format bis 50 x 70 cm. Wenn man größere Bilder haben will, was bei 10 Mio. Pixeln kein Problem ist, braucht man eine Druckerei oder einen anderen Bilderservice, die einen Großbildservice anbieten. In der Regel können Bilder im A1 Format oder anders - 1,15 Meter Breite bis 30 Meter Länge so gedruckt werden. Ich nutze einen Service, der die Bilder gleich noch passgenau einrahmen kann. Wer sich weiter für Neuheiten interessiert, findet regelmäßige Infos in der Fotopresse, im Quartalsheft der Brenner-Foto-Zeitung und den Foto-Sonderheften mit Fotoprodukten.

Die NIKON D-40 / D-40X
Die erste Neuigkeit stammt noch aus dem Vorjahr, aber nur als eine Kaufinformation.  Es ist die digitale Einsteiger-Spiegelreflex-Kamera NIKON D40. Sie ist mit vielen Merkmalen der D200 versehen, zum Beispiel dem großen Monitor. Das Gehäuse ist aber kompackter. Von den technischen Möglichkeiten ist die Kamera weitestgehend abgespeckt. Auch der Bildsensor leistet "nur" 6 Mio.Pixel. Angekündigt ist sie in schwarz und in silber, als erstes Angebot nur im Set mit einem Zoomobjektiv 18-55 mm. Davon abgesehen, dass es die Kamera Ende Februar noch gar nicht gab, wird es wohl noch länger dauern, ehe es den Body ohne Objektiv gibt.  Lob und übliche Vergleiche gibt es nur in der Fachpresse. Selbst testen geht noch nicht - bis Ende Februar ist sie noch nicht im Handel zu haben.
Seit April 2007 gibt es nun auch die Nikon D-40X. Sie unterscheidet sich äußerlich nicht von der D-40, hat aber wie die D200 10 Mio. Pixel. Auch diese Kamera gibt es nur im Set mit einem 18-55 mm Objektiv. ( Set ca. 900 Euro) Die Besonderheit der D-40 besteht in einem neuen Objektiv. Es besitzt einen eingebauten Motor für den Autofocus. Das ist neu bei Nikon. Deshalb gibt es sie nur im Set und die alten Objektive sind nur manuell zu nutzen.  Die Kamera hat eine SD-Speicherkarte. NIKON begeht in diesem Jahr sein 90 jähriges Bestehen. Deshalb gibt es zeitlich begrenzt eine 10% Rabatt-Aktion.

Übrigens, wer erklärt einmal den Japanern, wann in Deutschland und Europa Weihnachten ist ?  Schon bei der D200 vor einem Jahr wurden im November Hoffnungen geweckt, die erste Kamera gab es erst im Januar. Wer sich die Kamera zu Weihnachten gewünscht hat oder als Fototgraf die Technik noch im ablaufenden Wirtschaftsjahr kaufen wollte, wurde enttäuscht. Es wäre doch wirklich kein Problem, einmal über den Tellerrand zu schauen und das Geschäft zum Weihnachtsfest mitzunehmen. Jemand müßte das aber den Japanern einmal erklären.


Das 2. Halbjahr 2007 kündigt spannende Neuheiten auf dem Fotomarkt an.
Neben guten SLR-Digital-Kameras aller Anbieter gibt es von Nikon(die erste) und Canon ( eine neue)  Profi-Kamera mit einem Vollformat-Sensor mit unterschiedlichen Konzepten.

Nikon D3
Als Profi-Kamera löst die D3 die zur Zeit angebotene D2X und D2H ab. Die D3 hat den 1. Nikon Vollformatsensor im Format 23,9 x 36 mm. Sie wird totz des großen Sensors "nur" 12,1 Mio Pixel haben. Wenn man vergleicht, dass man das Kleinbild-Negativ mit 8-10 Mio. Pixeln gleichsetzt und man Jahrzehnte damit auskam , wird deutlich, dass diese Pixelzahl auch im Profi-Bereich ausreichend ist. Das Besondere ist dennoch, dass die einzelnen Pixel größer und lichtempfindlicher sind. Das Bild ist weiterhin wesentlich unempfindlicher gegen das störende Rauschen, weil der Abstand der Pixel untereinander größer ist. Interessant wird die Möglichkeit, mit Lichtempfindlichkeit bis zu 25.600 ASA zu arbeiten. Eine weitere Besonderheit ist ein doppelter Karteneinschub für die CF-Karte. Alles was geht, ist auf dem aktuellen Stand, schellere Bildfolge, mehr Meßsensoren für die Schärfe usw.. Der Bildschirm ist 3 Zoll groß und hat eine vergleichsweise riesige Auflösung. Wichtig ist, dass alle Objektive der analogen Nikon uneingeschränkt an der Nikon D3 verwendet werden können. Setzt man ein neues "DX"-Objektiv ein, wird die Kamera automatisch auf die kleine Sensorfläche umgeschaltet, dann mit knapp 6 Mio. Pixeln. Der neue Sensor soll einen neuen Qualitätssprung verkörpern. Ein großes Batteriefach mit Hochkantauslöser ist im Gegäuse mit integriert. Die Kamera gibt es ab November für knapp 5.000 Euro ( Das ist eine Ente !, praktisch erst 2008, zu früh gefreut !!). Alles in allem stemmt sich Nikon gegen den Trend des "Pixelwahns". So viel wie nötig und das in Top-Qualität. Wer Mittelformat-Pixelmengen benötigt, soll mit Mittelformat arbeiten. 2 Dinge sind noch bezeichnend.Zum einen besitzt die D3 keine Sensorreinigung. Ich interpretiere das so, dass es zwar modern ist, so ein System einzubauen, dass es aber womöglich nicht allzuviel nützt. Wäre es so toll, wie erforderlich, hätte es die NIKON D3.
Ein Nachteil im NIKON-System ist folgerichtig, dass es kein vergleichbares Superzoom für das Vollformat gibt, wie das 18-200 für das DX-Format. Alle neuen Objektive haben kürzere Brennweitenbereiche, der enen Objektivwechsel erforderlich macht. Man muß auf ein stabilisiertes Femdprodukt umsteigen, wenn man den Objektivwechsel wegen der Sensorverschmutzung vermeiden will. Ich verwende dann das nagelneue Tamron 28-300, stabilisiert, was die vergleichbar gleichen Werte wie das Nikor 18-200 bringt. Meine Erfahrung ist, dass ich nach 3-maligem Objektiv-Wechsel die Kamera zur Reinigung schicken kann. Bei meiner D200 war das sogar ohne Objektivwechsel nach 14 Monaten nötig.

Nikon D300
Sie ist der Nachfolger der D200 mit einigen Eigenschaften der D3. Es bleibt aber der kleine Sensor, nun aber mit 12,3 Mio. Pixeln. Erstmalig wird ein Ultraschall-Filter eingesetzt, um den Sensor sauber zu halten. Es bleibt das gleiche Gehäuse mit eingebautem Blitz von der F80. Der Preis liegt unter 2.000 Euro. Sie ist die Kamera für den anspruchvolen Amateur oder den "Semi-Profi" - Bereich. Erfreulich- Jemand muß den Japanern doch erzählt haben, wann bei uns Weihnachten ist. Im November soll die Kamera kommen.

Pustekuchen ! Obwohl die Neuheiten von NIKON Bereits im August vorgestelt und gepriesen wurden, sind die beiden neuen Kameras, die NIKON D3, auf die ich warte und die Nikon D300 bis zum Jahresende 2007 nicht auf dem Markt. Das sit echt schade, aber 2008 hat ja noch 12 Monate vor sich. Da werden es die Japaner bestimt schaffen !!

Canon EOS-1Ds Mark III
Das neue Flaggschiff der Profikameras von Canon hat ebenfalls einen Vollformatsensor. Man hat die kleinen Sensoren vervielfacht und kommt durch die größere Fläche nunmehr auf 21 Mio. Pixel. Rauschunterdrückung erfolgt elektronisch. Sonst ist sie eine weitere Steigerung des Vorgängertyps. Schneller und mit mehr Sensoren für die Schärfe ausgestattet. Ein Reinigungssystem ist integriert und der Preis liegt bei 8.200 Euro für das Gehäuse.

Canon EOS- 1D Mark III
10,1 Mio. Pixel, ca. 4.300 Euro , SD-Karte

Canon EOS  5D
12,8 Mio. Pixel, ca. 3.000 Euro, CF-Karte

Canon EOS 40D
Sie ist der kleine Ableger der Profi-Canon. Die Neuheiten liegen wie so oft in den inneren Werten. 10,1 Nio. Pixel, 3 Zoll Monitor und viele übliche Eigenschaften einer digitalen SLR kennzeichnen die neue Canon. Neu ist weiterhin der eingesetzte Prozessor für die Bildverarbeitung. Das Gehäuse gibt es für rund 1.300 Euro.

Wichtige aktuelle Kameratypen anderer Hersteller für den Amateurbereich sind:

Fujifilm S5 Pro.
Sie ist eine Fuji-Entwichlung mit eigenen Bildsensor im Gehäuse der Nikon F80. Sie ähnelt sich daher sehr der Nikon D200. Alle Nikon-Objektive passen. Sie liefert sehr gute Bilder bis 12 Mio.Pixel durch den eigenen Sensor. Fachleute beklagen aber, dass die in der Bildverarbeitung sehr langsam ist. ca. 1.900 Euro, CF-Karte,

Canon EOS 400D        10,1 Mio. Pixel,       ca. 800 Euro, CF-Karte

Nikon D80                     10,2  Mio. Pixel       ca. 1000 Euro, SD-Karte

Olympus E 510            10,0 Mio. Pixel        ca. 850 Euro, CF-Karte

Olympus E 410            10 Mio. Pixel          ca .600 Euro , CF-Karte         

Pentax K10 D           10,2 Mio. Pixel       ca. 900 - 1.100 Euro, SD-Karte

Pentax K100D                6,1 Mio. Pixel        Ca 700 Euro, SD-Karte

Samsung GX10            10 Mio. Pixel          ca. 800 Euro, Baugleich mit Pentax  K10 D, SD-Karte

Sony Alpha 100       10,2 Mio. Pixel ,      ca. 650 - 900  Euro, CF-Karte

Panasonic Lumix L10    10,0 Mio. Pixel      ca. 1.200 Euro, SD-Karte

Sigma SD 14             14,1 Mio. Pixel        ca.1000 Euro, CF-Karte


Walter Graupner


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