PIXEL-PIXEL-PIXEL  ( Januar 2008 )


Pixel -  wieviel sind genug?  Der Trend geht immer weiter nach oben.   Zum Zeitpunkt meines Beginns der digitalen Fotografie 2002 war ich mit meiner NIKON  D100  mit 6 Mio. Pixel gut bedient.  Eine normale Kompaktkamera dümpelte damals in der Größenordnung bis etwa 2 Mio. Pixel herum. 3 Jahre später waren es mit mit der NIKON  D200 schon 10 Mio. Pixel. Die kompakten Kameras steigerten sich auf 5-6 Mio. Pixel und die Bridgekamera, das Zwischending zwischen Kompakt und Spiegelreflex steigerten sich auf 8 Mio Pixel. Heute liegen wir bei 12 Mio Pixel, bei 10 Mio.Pixel und mehr bei den Kompakten. Im Vollformat liegt die Auflösung  zwischen 12 Mio. Pixel ( Nikon ) und 21 Mio. Pixel (Canon).

Was steckt dahinter,  was macht Sinn.

Erstes Grundproblem besteht darin ,auf welche Fläche die vielen Millionen Pixel gepackt werden. Je kleiner und vor allem flacher die Kamera, um so kleiner der Chip, der Bildwandler. In Kompaktkameras haben die Sensoren nur eine Größe von wenigen mm². Die Standartgrößen sind 5,8x4,3 mm, 7,2x5,3 mm oder 8,8 x 6,6 mm. Die Größe entspicht etwa der eines Fingernagels. Im Kleinbild begegnet uns wieder das APS-Format. Die Sensoren haben die Größe zwischen 15 x 22 mm und 17 x 23 mm, mal die Kommastellen vernachlässigt. Die verschiedenen Hersteller haben unterschiedlich Sensorgrößen. Viele sind im gleichen Seitenverhältnis 2:3 wie das Kleinbilsformat, besonders bei den Kompaktkameras ist auch das Seitenverhältnis 3:4 üblich, das Seitenverhältnis wie beim Paßbild.

Bei Beginn der digitalen Fotografie nannte man die Zahl 8 Mio.Pixel, die vergleichsweise die Korngröße eines Kleinbildnegtivs eines Filmes mit 100 ASA entsprach. Das heißt, alles unter 8 Mio. ist in der Bildqualität  schlechter als der Kleinbildnegetiv. Das ist erst einmal der Ansporn, die Pixelzahl zu erhöhen. Dem Filmkorn wenigstens gleichwertig oder besser sein. Nun muß man sich einmal vorstellen, dass auf der Größe eines Fingernagels z.B. 8 Mio. Pixel untergebracht sind und alle diese Pixel auch Helligkeiten vollständig übertragen, also das fertige Bild ohne "schwarze/weiße Löcher" abgebildet wird. Hinzu kommt noch, dass jede digitale Kamera mit unterschiedlicher Empfindlichkeit fotografieren kann. Analog geht das nur, wenn sie den Film wechseln. Digital geht das durch elektrischer Verstärkung. Die Enge der Pixel führt dann dazu, dass sie sich gegenseitig negativ beeinflussen. Das Farb- oder Impulsrauschen sind die Folge, Unschärfen kommen dazu und wenn man das Rauschen beseitigen will, geht das nur auf Kosten der Schärfe. Im Ergebis haben sie Bilder, die vielleicht gerade noch in der Postkartengröße ansehnlich sind.

Was macht nun Sinn. Nach aktuellen Untersuchungen Ende 2007 steht fest, dass im Kompakt-Kamera-Bereich die Steigerung der Pixelzahl mit der Verschlechterung der Bildqualität einher geht. Mehr als 6 Mio.Pixel sind einfach zu viel. Da lohnt es sich, bei der 2 Jahre alten Digitalkamera zu bleiben. Hinzu kommt noch, dass das Objektiv eine weitere entscheidende Rolle spielt. Es ist also nicht nur der Sensor, sondern auch das Objektiv von großer Bedeutung.

Der Trend Ende 2007 deutet sich an 2 Beispielen und Kameraherstellern an. Einerseits hat CANON seine Spitzenkamera, die Canon EOS-1Ds Mark III für ca 8.000 Euro mit einem Vollformatsensor ausgestattet, der mit den üblichen kleinen Sensoren bestückt ist. Daher können auf dieser Fläche rund 21 Mio. Pixel untergebracht werden. Das ist der Bereich, bei dem eigentlich schon das Mittelformat beginnt. Es ändert sich aber nichts an der maximalen Empfindlichkeit, die man zumutbar einsetzen kann. NIKON beschreitet mit seiner D3 ( ca 5.000 Euro) einen völlig anderen Weg. Wozu 21 Mio Pixel, wenn das frühere Kleinbild etwa 8 Mio. Pixel entsprach ?  Ca. 12 Mio. sind genug, also Schluß mit dem Pixelwahn !! Wenn man nun 12 Mio Pixel von der Fläche 17 x 23 mm auf die Fläche 18 x 24 cm verteilt, kann man weitere Abstände zwischen den Pixel einhalten und gleichzeitig die Pixel vergrößern. Der Vorteil ist weiterhin, dass die Bildsignale deutlicher verstärkt werden können, ohne die Nachteile des Rauschens aufzuweisen. Die mögliche Empfindlichkeit ist bei der Nikon D3 wesentlich höher als bei der Canon EOS-1Ds Mark III . Resultat - Manchmal ist weniger mehr.  Ich werde es demnächst ausprobieren dürfen. Die NIKON D3 ist bestellt.

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