Hochzeitsfotos macht man nicht mit dem Handy..

 

Es gibt hunderte Tipps, wie man eine oder seine Hochzeit perfekt organisiert und zu einem unvergesslichen Erlebnis machen kann. Man kann sich daran halten oder nicht. Sicherlich sind solche Tipps zumindest ein Wegweiser, nichts Wichtiges zu vergessen. Spannend ist die Vorbereitungszeit und  wenn der Tag heran ist, stehen auch nur 24 Stunden zur Verfügung. Der Hochzeitstag ist leider keine Minute länger.
Es gibt daher durchaus einige wichtige Tipps, wie man den Tag nicht nur unvergesslich macht, sondern auch für lange Zeit in Erinnerung behält.

 Eine wichtige Entscheidung ist – nimmt man einen Fotografen, ja oder nein. Bei dieser Entscheidung gilt es einige grundsätzliche Fehler zu vermeiden.

Im Vorfeld gibt es immer welche, die sagen, machen wir alles selber, das Geld könnt Ihr Euch sparen – aber ist das immer der beste Rat? Hat der beste Kumpel, der sich anbietet, auch die nötige Erfahrung und gute Technik?  Schließlich feiert man meist auch in eine Gaststätte und kocht nicht selbst. Man sollte sich mal die Frage beantworten, warum der Fotograf mehrere tausend Euro für seine Technik ausgibt, wo ich doch die Kamera im Handy geschenkt bekomme oder die Amateurkamera nur einen halber Tausender kostet. Es muss was dran sein und es ist es auch. Bei Sonne geht es mit jeder Kamera, nur die Qualität hochwertiger Profi- oder Semiprofitechnik spürt man dann, wenn der Idealfall wegfällt und das ist schon im Standesamt. Zudem ist der Freund aus der Familie nicht auf den Bildern. Mir hat einmal ein Ehepaar gesagt, das ich zur diamantenen Hochzeit im Studio fotografieren  durfte „..zu unserer Goldenen Hochzeit haben Hunderte fotografiert und es ist nicht ein einziges gescheites Bild dabei heraus gekommen. Das passiert uns nicht noch  einmal..“ (Zitat Ende)

Ein entscheidender Ausgangspunkt ist  der Zeitpunkt der Eheschließung. Davon hängt nun ab, wie viel Zeit Einem für alles anschließend bleibt und wie viel Zeit man für den Fotografen einplanen kann. Schließlich will man für seine Gäste da sein und nicht stundenlang von der Feier abgehalten werden.

Bei jedem Geschäft wird geraten – macht Euch schlau, vergleicht Angebote, Preise und Leistungen. Das macht man beim preiswertesten Produkt, aber bei der Hochzeit? Die in Frage kommenden Fotografen kann man doch an einer Hand abzählen. Lassen sie sich Bilder zeigen, fragen sie den Fotografen, wie lange seine Arbeit dauert und können sie eigene Ideen mit einbringen. Wenn alles stimmt, werden alle Seiten zufrieden auseinander gehen und noch zufriedener die Bilder anschauen. Schaut ins Internet. Hat der Fotograf eine eigene Internetpräsentation, zeigt er dort, was er macht und was er kann, sind seine Preise offen gelegt und sind sie nachvollziehbar. Was bekommt man für das Geld ist eine genau so wichtige Frage. Fragt Freunde, die vor kurzem geheiratet habe, ob sie mit ihrem Fotografen zufrieden waren, ob sie ihn weiter empfehlen können oder ob es ein Fehlschlag war. Wiederholen geht ja nicht. Aber auch solchen Empfehlungen sollte man nicht blind vertrauen. Nicht immer ist ein Titel ein Garant für ein zufrieden stellendes Resultat.

Bitten sie ihre Gäste, die Trauung zu genießen und nicht zusätzlich mit ihren Taschenkameras oder Handys herumzulaufen und zu fotografieren. Das bringt nur unnötige Unruhe in die Eheschließung.
Rechnen sie damit, dass unter Umständen Ihre Gäste eigene Späße vorbereiten und dass der Fotograf das mit festhält. Das ist natürlich nicht in seinem Angebot enthalten und kommt zum Preis oben drauf. Fragen Sie vorher, mit welchem Preisaufschlag man in dem Fall rechnen muss.

 Im Vorfeld einer Hochzeit kursieren die Listen mit den Hochzeitsgeschenken. Viele leben schon länger zusammen, haben sogar schon eine kleine Familie und damit den nötigen Hausrat. Lassen sie sich doch von 2-3 Gästen die Hochzeitsbilder als Gutschein schenken. Die einen freut es, wenn sei wissen, was sie sinnvoll schenken können und den jungen Leuten entlastet es die Finanzplanung. Die Hochzeit ist auch so noch teuer genug.

Bedenken sie bitte, dass sie Anspruch auf gute Bilder haben, nicht auf die Bilddateien. Früher hat der Fotograf auch seine Negative nicht abgegeben. Der Fotograf hat das Urheberrecht an seinen Bildern. Wenn er die Bilddateien gegen Bezahlung übergibt, dann ist das die absolute Ausnahme und ein großes Entgegenkommen des Fotografen.  Es ist dazu in keiner Weise verpflichtet.
Lassen sie sich vom Fotografen beraten, an welchen Orten Sie die Hochzeitsfotos anfertigen lassen wollen. Bei schönem Wetter sind unverwechselbare Bilder in der Natur eine gute Entscheidung. Dafür gibt es viele Möglichkeiten und unverwechselbare Orte am Standesamt, in der Region oder auf dem Weg zum Ort der Feier. Bei schlechtem Wetter oder ungünstiger Witterung hat der Fotograf sein Fotostudio für perfekte Bilder.  Zur Not gibt es auch in der Gaststätte, in ihrem Umfeld oder bei sich zu Hause geeignete Möglichkeiten für gelungene Fotos. 

Alles was hier zu Hochzeitsfotos geschrieben ist, gilt natürlich genau für die kirchliche Trauung, für die silberne Hochzeit, noch mehr für das goldene oder diamantene Ehejubiläum. Gerade im hohen Alter sollte man jede Festlichkeit nutzen, um von sich und seiner großen Liebe ein schönes Erinnerungsfoto anfertigen zu lassen. Bei den hohen Ehejubiläen ist es natürlich ratsam, vielleicht 2-3 Tage später zum Fotografen zu gehen. Die Blumen halten so lange frisch und aus dem Kleid und Anzug wächst man auch nicht in den Tagen heraus. Dafür läuft der Ehrentag entspannt ab, ohne dass sie sich ihren Gästen zeitweilig entziehen. Und hier gilt auch mein Tipp – was soll man einem goldenen oder diamantenen Paar schenken, das schon alles hat? – einen Gutschein für einige Studiofotos. Eine bessere Idee kann man nicht haben.

 Für alle Hochzeitsarten gibt es in der Nachbereitung verschieden Möglichkeiten. Durch die Bildbearbeitung können Fotos in ganz besonderer Weise verändert werden, die dann ein richtiger „Hingucker“ werden.
Mit der Technologie des Fotobuches gibt es die Möglichkeit, eine Auswahl der Hochzeitsbilder in einem gedruckten Buch zu haben, dass man gern wieder einmal in die Hand nimmt , genau so kann man einen Wandkalender für das laufende oder kommende Jahr anfertigen oder durch den Fotografen anfertigen lassen.

Wichtig ist, dass man überlegt und nach gründlicher Information seine Entscheidungen trifft, damit man seine grüne, silberne oder goldene Hochzeit auch hinterher in guter und bleibender Erinnerung behält.

 

Walter Graupner          www.foto-graupner.de


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